Frieden statt Waffen

Teil der Heron Gruppe
Positionierung · Ethik · Verantwortung

Wir automatisieren
für die Menschen.
Nicht für den Krieg.

Automatisierung ist ein mächtiges Werkzeug. Wir entscheiden bewusst, wofür wir es einsetzen – und wofür nicht.

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Friedenssiegel
Fakt

Waffen haben immer ein Ziel:
Menschen zu verletzen oder zu töten.

Wer sich direkt an der Waffenproduktion und ihrer Wertschöpfungskette beteiligt, nimmt keine neutrale Position ein – sondern trägt zum Zweck dieser Waffen bei.

Wertschöpfungskette

Jedes Glied dieser Kette trägt zum Endergebnis bei – auch wer „nur" ein Teil liefert. Diese Kette ist für uns nicht akzeptabel: kein Umsatz, kein Vertrag, kein wirtschaftlicher Druck rechtfertigt die Beteiligung daran.

Schritt 01 Auftragsannahme Ein Unternehmen nimmt einen Auftrag aus der Rüstungsindustrie an.
Schritt 02 Lieferung von Komponenten Bauteile, Software oder Know-how werden gefertigt und geliefert.
Schritt 03 Integration Die Komponente wird in ein Waffensystem eingebaut.
Schritt 04 Einsatz Das Waffensystem wird im Konflikt eingesetzt.
Ergebnis Menschen werden verletzt und getötet. Am Ende jeder Kette steht Leid – das gilt für alle Beteiligten davor.
Waffenproduktion in großer Fabrikhalle
Beginn der Kette Waffenproduktion im industriellen Maßstab.
Kind in Gaza – humanitäre Krise
Am Ende der Kette Kinder, deren Leben vom Krieg gezeichnet ist.
Bild: United Internet for UNICEF Stiftung
Zerstörtes Wohngebäude nach Bombardierung
Die Folgen Zerstörte Städte, zerbrochene Gesellschaften.
Bild: Mindener Tageblatt (mt.de)
Unsere Grundsätze

Sechs Punkte, an denen wir uns messen lassen.

01

Wir stehen für Frieden

Frieden ist kein plötzlicher Zustand, der einfach so entsteht. Frieden ist eine bewusste Entscheidung und Voraussetzung für das, was wir tun.

02

Wir stehen für Leben

Jede unternehmerische Entscheidung trägt Verantwortung für Menschenleben. Wir nehmen diese Verantwortung wahr.

03

Miteinander

Eine Gesellschaft funktioniert durch Zusammenhalt. Wir glauben an gemeinsame Lösungen und Synergie.

04

Kein Blut an unseren Händen

Wir lehnen jede direkte oder indirekte Beteiligung an der Waffenproduktion kategorisch ab.

05

Keine Lobby-Unterstützung

Wir finanzieren keine Interessen der Rüstungsindustrie – weder durch Aufträge noch durch Schweigen.

06

Vorbildfunktion

Wir wollen zeigen, dass wirtschaftlicher Erfolg und ethische Haltung kein Widerspruch sind, sondern ein Erfolgsrezept.

Warnsignale der Zeit

Geschichte wiederholt sich –
wenn wir nicht hinschauen.

Das letzte Jahrhundert hat uns eine bittere Lektion gelehrt: Wenn wirtschaftlich angeschlagene Unternehmen beginnen, mit der Rüstungsindustrie zu kooperieren, ist das kein neutraler Geschäftsentscheid.

Es ist der Einstieg in eine Spirale, die Länder und Gesellschaften in grobe Konflikte zieht. Wer produziert, hat auch ein Interesse daran, dass sein Produkt gebraucht wird.

Im Krieg gibt es nur Verlierer – Zerstörung, Tod, zerbrochene Gesellschaften. Profitieren tun am Ende nur wenige: unter anderem die Rüstungslobby.

Ethik als Entscheidung

Wofür wir unsere Technologie
einsetzen – und wofür nicht.

Waffensysteme & Rüstungsindustrie

Keine Aufträge, keine Komponenten, kein Know-how-Transfer für militärische Anwendungen.

Abgelehnt

Indirekte Rüstungsketten

Keine Zusammenarbeit mit Unternehmen, die primär für die Waffenindustrie produzieren.

Abgelehnt

Intralogistik & Industrieautomation

Wir automatisieren Prozesse, die Menschen entlasten, Arbeit verbessern und Unternehmen stärken.

Unser Fokus

Eine positive Zukunft für Menschen

Technologien, die Leben vereinfachen, Ressourcen schonen und Wohlstand schaffen – für alle.

Unser Fokus
Synergie

Zusammenstehen.
Synergien schaffen.

Wir freuen uns, wenn wir mit unseren Partnern und Kunden über das Wirtschaftliche hinaus unsere Werte teilen können. Wir hoffen, mit unserem Beispiel zu inspirieren: für eine Technologie, die Menschen dient, und für eine Wirtschaft, die ohne Beteiligung an Rüstung und Krieg erfolgreich ist.

Mit Partnern

Langfristige Beziehungen zu unseren internationalen Lieferanten und Technologiepartnern.

Mit Kunden

Wir unterstützen unsere Kunden in ihrem Erfolg – mit Lösungen, die Menschen entlasten.

Für die Gesellschaft

Synergien entstehen dort, wo wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung Hand in Hand gehen.

Friedenssiegel
Sie teilen unsere Haltung? Friedenssiegel zur freien Nutzung für Partner und Kunden.
„Our Choice.
Our Children. Our Future."

Diese Haltung ist kein Marketing. Es ist eine Entscheidung, die wir jeden Tag neu treffen – für eine Welt, in der unsere Kinder in Frieden leben können.

Leserbrief

Wer Krieg erlebt hat, spricht anders über Krieg

Gemalte Friedenstaube mit Olivenzweig über zerstörten Häusern, daneben das Kinderportrait des Autors und Menschen auf der Flucht

Für mich war Krieg lange Zeit keine Nachricht im Fernsehen, sondern ein Teil des eigenen Lebens.

Sarkaut Said
Sarkaut Said Leserbrief vom 04.10.2026

Von meiner Geburt an bis zu meiner Flucht habe ich unterschiedliche Formen von Krieg, Verfolgung, Aufstand und Bürgerkrieg erlebt. Mit meinem Vater, der kurdischer Kämpfer gegen das damalige irakische Regime war, mussten wir als Familie in die Berge fliehen und ihn begleiten. Einige Bilder aus dieser frühen Kindheit haben sich so tief in mir eingeprägt, dass ich sie bis heute nicht vollständig verarbeiten konnte. Anschließend erlebte ich den Iran-Irak-Krieg. Zunächst waren es die täglichen Bilder und Erzählungen des Krieges. Später kamen die Bombardierungen näher. Ich lernte früh, was das Geräusch von Bomben mit einem Menschen macht und wie sich Angst im Körper festsetzt.

Nach dem Golfkrieg 1991 kam der kurdische Aufstand und die große Flucht aus Angst vor erneuter Gewalt und chemischen Angriffen. Später folgte ab 1994 der innerkurdische Bürgerkrieg. Schließlich blieb auch mir nur die Flucht.

Warum schreibe ich das?

Weil ich manchmal erschrecke, mit welcher Leichtigkeit hier wieder über Krieg gesprochen wird.

Ein Land muss sich schützen können, und Frieden entsteht nicht allein dadurch, dass man sich Frieden wünscht. Aber zwischen notwendiger Verteidigungsfähigkeit und einer zunehmenden Gewöhnung an die Sprache des Krieges liegt ein entscheidender Unterschied.

Für Zivilisten bedeutet Krieg etwas anderes.

  • Krieg bedeutet, dass plötzlich der Bäcker geschlossen ist.
  • Dass die Supermärkte leer sind.
  • Dass kein Bus mehr fährt.
  • Dass Strom, Wasser, Medikamente oder Telefonverbindungen nicht mehr selbstverständlich sind.
  • Dass das eigene Haus kein sicherer Ort mehr ist.

Ich erinnere mich an das Jahr 1991. Für unsere fünfköpfige Familie waren die Vorräte an Reis, Zucker und Mehl rasch verbraucht. Ich weiß noch, wie es sich anfühlt, wenn Nahrung plötzlich nicht mehr selbstverständlich vorhanden ist.

Wenn ich meine Mutter zu ihrem Bruder begleitete, konnte eine Strecke von 500 Metern mehrere Stunden dauern. Wir mussten immer wieder Deckung suchen, vor Kugeln oder Raketen. Die wirkliche Erfahrung von Krieg lässt sich kaum in Worte übersetzen.

Die letzten Zeitzeugen des Zweiten Weltkriegs in Deutschland verstehen noch, was ich meine. Für jüngere Menschen ist Krieg dagegen zwangsläufig weniger konkret vorstellbar.

Gerade deshalb wünsche ich mir, dass wir als Gesellschaft stärker über die realen Folgen des Krieges für die Bevölkerung sprechen.

Zwar gibt es hier jährlich eine Friedensdekade, von kirchlichen Gruppierungen veranstaltet, aber warum nicht eine bundesweite „Woche des Friedens und der Kriegserfahrung“ mit Veranstaltungen, Schulen, Gemeinden und freiwilligen Aktionen, die erfahrbar machen, wie verletzlich unser Alltag ist? Zum Beispiel könnte man einen Tag ohne Internet leben. Man könnte erfahrbar machen, was geschieht, wenn Lieferketten zusammenbrechen oder Lebensmittel rationiert werden. Schutzräume könnten geöffnet und erklärt werden. Menschen, die Krieg und Flucht erlebt haben, könnten berichten. Jugendliche könnten erfahren, dass Krieg nicht mit militärischer Strategie beginnt und endet, sondern tief in das alltägliche Leben von Familien eingreift.

Wir würden anschließend anders über Krieg sprechen.

Ich weiß, dass es Aggressoren gibt und dass Verteidigung notwendig ist. Aber: Politik hat nicht nur die Aufgabe, sich auf einen möglichen Krieg vorzubereiten. Ihre höchste Aufgabe muss darin bestehen, ihn zu verhindern.

Hass muss bekämpft werden, bevor aus Worten Waffen werden. Diplomatie ist keine Schwäche. Verhandlungen sind keine Kapitulation. Selbst nach Jahren des Krieges müssen Menschen irgendwann wieder an einem Tisch sitzen.

Wer Krieg erlebt hat, weiß: Frieden ist nicht selbstverständlich. Wenn er einmal verloren ist, lässt er sich nicht einfach wieder einschalten wie das Licht in einem Zimmer.

Sarkaut Said
04.10.2026